Archiv für den Monat: April 2016

Die letzte Ruhe auf dem Weilheimer Friedhof

Die letzte Ruhe auf dem Weilheimer Friedhof

Die letzte Ruhe auf dem Weilheimer Friedhof

Althergebrachte Traditionen und familiäre Strukturen befinden sich im Umbruch. So ist es nicht erstaunlich, dass auch die Bestattungskultur einem Wandel unterliegt. Bei der Frage nach der letzten Ruhestätte wünschen sich immer mehr Menschen eine Beisetzung, die ihrer Lebensform und Individualität gerecht wird. Dem Wunsch nach alternativen Bestattungsformen kommt deshalb auch die Stadt Weilheim entgegen. 

Neben den klassischen Erd- oder Feuerbestattungen in einem familieneigenen Reihengrab, das oft von Generation zu Generation weitergegeben wird, besteht auf dem Weilheimer Friedhof auch die Möglichkeit der Bestattung in der Urnenwand oder der anonymen Beisetzung.

Etwa 80% der Beerdigungen auf dem städtischen Friedhof in Weilheim sind inzwischen Urnenbegräbnisse. Betroffene und Angehörige suchen auf Grund der familiären Situation oder ihrer finanziellen Lage eine Gedenkstätte, die in ihrer Art geringe Kosten verursacht und Pflegeaufwand vermeidet. 

Deshalb bietet die Stadt seit Herbst letzten Jahres folgende neue Formen der Bestattung an. Es gibt nun auch die Möglichkeit einer Baumbestattung oder der Beisetzung in einer Gemeinschaftsanlage.

Für die Baumbestattung bot sich ein Ahornbaum östlich der Urnenwand an, der mehrstämmig in den Himmel wächst. Die Gräber sind kreisförmig um den Baum angelegt. Dort sind 40 kleine quadratische Platten in den Grasboden eingelassen, die  dann mit dem Namen des Verstorbenen versehen werden.

Wer sich für diese Form der Bestattung entscheidet, verzichtet bewusst auf Grabschmuck und Kerzen. Gedacht ist diese letzte Ruhestätte für Personen, die keine Angehörigen oder Kinder vor Ort haben.

Ebenso ist es bei der Gemeinschaftsanlage, die an der Friedhofsmauer in der Nähe der Friedhofskirche zwischen dem alten und dem neuen Friedhof entstanden ist.

 Die Satzungen über die Benützung und die Gebühren des städtischen Friedhofs und der Bestattungseinrichtungen finden Sie auch im Internet unter www.weilheim.de, Suchbegriff „Friedhof“.

Sie können die Kosten und Liegefristen aller Bestattungsformen auch beim Friedhofsverwalter Herrn Haupt (Tel. 0881 / 682-522 oder bei Frau König vom Standesamt erfragen.  

 

Ihr Friedhofsreferent 

Roland Schwalb

Sportstadt Weilheim: Die Geschichte der Dreifachturnhalle

von Petra Hofer

Sportstadt Weilheim: Die Geschichte der Dreifachturnhalle

          Entwicklung –

In den vergangenen Jahren hat sich die Weilheimer Sportstadt immer weiter entwickelt. Nicht nur wegen der Angebotsvielfalt, die sich auch in steigenden Mitgliederzahlen in den Vereinen bemerkbar machen, sondern auch aufgrund des unermüdlichen ehrenamtlichen Engagements der Übungsleiter, Abteilungsleiter und Vorstände in unseren Vereinen. Unsere Stadt kann darauf stolz sein und sich zu Recht „Sportstadt Weilheim“ nennen.

So ist es auch nachvollziehbar, dass der Wunsch der Weilheimer Sportvereine der Neubau einer städtischen Dreifachturnhalle ist.

Ganz konkret wurde bereits vor 7 Jahren begonnen. Zu dem Zeitpunkt konnte ich als Sportreferentin der Stadt Weilheim aktiv mitgestalten.

Erstmals schien dieses Projekt in Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsschule Oberland realisierbar zu werden. Leider wurden die Pläne aus mehreren Gründen nicht weiter verfolgt. Rückblickend betrachtet war es aber wohl die erste Zusammenkunft übergreifender Institutionen und Vereine, die mit der Stadt zusammen Planungen in Angriff genommen haben. Dieser Kontakt – insbesondere die Vereine mit der Stadt – war die Grundlage für die weitere Zusammenarbeit.

Mitbegleiten konnte ich auch die Entwicklung neuer Bewegungsangebote im TSV Weilheim 1847 e.V. Der größte Verein in Weilheim konnte seit seiner Abteilungsgründung „Fit and Fun“ einen stetigen Mitgliederzuwachs verbuchen, ebenso wie florierende Abteilungen des TSV, die unter anderem sehr die Jugendarbeit vorantreiben. Die Mitgliederzahl schoss erstmals über 4000 Sporttreibende hinaus. Der Hallenbedarf, der daraus erwuchs, konnte schon bald nicht mehr abgedeckt werden.

Man kann sagen, dass sich die Situation der Hallenkapazitäten im Laufe meiner Referententätigkeit derart zugespitzt hat, dass der normale Bedarf für die Vereine nicht mehr annähernd gedeckt werden kann.

Für zukünftige Projektvisionen wie die Kindersportschule (Sport für Kinder im Vorschulalter) oder ausbaubare Bewegungsprogramme wie zum Beispiel für Senioren besteht momentan keine Möglichkeit  diese weiter als über die Planungsphase hinaus, voranzutreiben.

Doch nun scheint der Wunsch der Dreifachsporthalle in Erfüllung zu gehen ….

Durch den Anstoß unseres Liegenschaftsreferenten Jochen Knittel konnte ein Auswahlverfahren zur Ermittlung des optimalen Standortes für eine Dreifachsporthalle initiiert werden.

Dann ging alles relativ schnell: Der Stadtrat hat aufgrund eines Standort-Gutachtens Ende 2015 das Gelände an der Hochlandhalle festgelegt und auch im städtischen Haushalt die Finanzmittel eingeplant.

Für eine Vorab-Planung wurde ein Architektenbüro beauftragt, das die genauere Positionierung sowie der baulichen Abmaß plant. Wenn es in diesem Tempo weitergeht, dann wird 2017 der Spatenstich erfolgen können.

Und eine Traum kann wahr werden – die städtische Dreifachturnhalle – für die schönste Nebensache der Welt: den Sport.