Archiv für den Monat: März 2018

Resolution im Stadtrat verabschiedet

Resolution im Stadtrat verabschiedet

Aufgrund der Anregung der Fraktion Bürger für Weilheim initiierten Resolution wurde ein Schreiben an die Landrätin Andrea Jochner-Weiß und an den Geschäftsführer der Krankenhaus GmbH, Thomas Lippmann gesandt. Das Schreiben finden Sie nachfolgend:

 

Weilheim, 22.03.2018

Resolution

Offener Brief des Stadtrats Weilheim

Betreff: Schließung Geburtshilfe Weilheim

 

Sehr geehrte Frau Jochner-Weiß,

sehr geehrter Herr Lippmann,

die Geburtshilfestation des Weilheimer Krankenhauses wurde am 1. Oktober 2017 vorübergehend geschlossen.

Durch die weiterhin andauernde Schließung wandern die Fachkräfte der Gynäkologie Weilheim ab und können nicht gehalten werden, da es keine Zukunftsperspektive für dieses Fachgebiet im Krankenhaus Weilheim gibt. Im Krankenhaus Schongau soll sich zukünftig eine Hauptabteilung Gynäkologie / Geburtshilfe etablieren. Eine endgültige Schließung der Geburtshilfestation in Weilheim ist nun zu befürchten. 

Für die werdenden Mütter in der Stadt Weilheim und ihres Einzugsbereichs hat das weittragende Konsequenzen. Sie müssen auf die überlasteten Krankenhäuser Garmisch, Starnberg oder eben Schongau ausweichen und lange Fahrtstrecken und die damit verbundenen Risiken in Kauf nehmen.

Weilheim als Oberzentrum und Gesundheitsstandort mit weitflächigem Einzugsgebiet benötigt deshalb dringend eine Fachabteilung Geburtshilfe im Krankenhaus Weilheim.

Der Stadtrat von Weilheim sieht sich in der politischen Verantwortung für die medizinische Versorgung werdender Mütter vor Ort. Sie sprechen sich für eine Geburtshilfe im Krankenhaus Weilheim aus. 

Deshalb bitten wir Sie als Verantwortliche eindringlich, weiterhin alle entsprechenden Maßnahmen zur Erhaltung des Standorts zu ergreifen. Darüber hinaus bitten wir Sie, dieses Anliegen mit Nachdruck auf landespolitischer Ebene vorzutragen.

Wir hoffen auf eine zeitnahe Lösung zum gesundheitlichen Wohle unserer Familien.

BfW Fraktion initiiert Resolution für Wiederaufnahme der Geburtsstation/Gynäkologie im Krankenhaus Weilheim

BfW Fraktion initiiert Resolution für Wiederaufnahme der Geburtsstation/Gynäkologie im Krankenhaus Weilheim

Die Fraktion Bürger für Weilheim hat in der Stadtratssitzung am 22. März 2018 einen Dringlichkeitsantrag zur Situation der Geburtshilfestation/Gynäkologie im Weilheimer Krankenhaus eingebracht:

Offener Brief des Stadtrats Weilheim

Betreff: Schließung Geburtshilfe Weilheim

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Loth,

sehr geehrte Damen und Herren des Stadtrats,

 

die Geburtshilfestation des Weilheimer Krankenhauses wurde am 1. Oktober 2017 geschlossen. Man ging davon aus, dass es sich um eine vorübergehende Schließung handle.

Laut Presseartikel vom 15.03.2018 im Weilheimer Tagblatt sucht die Krankenhaus GmbH derzeit angeblich nicht aktiv nach einem Chefarzt für Weilheim. Die Fachkräfte der Gynäkologie Weilheim wandern ab und können nicht gehalten werden, da es weiterhin keine Zukunftsperspektive für dieses Fachgebiet im Krankenhaus Weilheim gibt. Im Krankenhaus Schongau soll sich zukünftig eine Hauptabteilung Gynäkologie/Geburtshilfe etablieren. Eine endgültige Schließung der Geburtshilfestation ist nun zu befürchten.

Für die werdenden Mütter in der Stadt Weilheim und ihres Einzugsbereichs hat das weittragende Konsequenzen. Sie müssen auf die überlasteten Krankenhäuser Garmisch, Starnberg oder eben Schongau ausweichen und lange Fahrtstrecken und die damit verbundenen Risiken in Kauf nehmen.

Weilheim als Oberzentrum und Gesundheitsstandort mit weitflächigem Einzugsgebiet benötigt deshalb dringend eine Geburtshilfe bzw. die Fachabteilung Gynäkologie im Krankenhaus Weilheim.

Die Fraktion der Bürger für Weilheim sieht sich in der politischen Verantwortung für die medizinische Versorgung werdender Mütter vor Ort. Deshalb stellen wir den Antrag, der Stadtrat möge eine Resolution beschließen und einen offenen Brief an die Krankenhaus-GmbH und das Landratsamt Weilheim-Schongau schicken. Dieser soll ein klares Bekenntnis für eine Geburtshilfestation in Weilheim enthalten. Außerdem soll eine deutliche Aufforderung an die Verantwortlichen ergehen, bitte weiterhin entsprechende Maßnahmen zur Erhaltung des Standorts zu ergreifen. Darüber hinaus bittet der Stadtrat um ein Vortragen des Anliegens mit Nachdruck auf landespolitischer Ebene.

Wir hoffen auf eine Zustimmung aus allen Fraktionen zum gesundheitlichen Wohle unserer Familien.

Dem Antrag wurde seitens des Stadtrates gefolgt. Über Ergebnisse werden wir weiter berichten

 

 

 

13.03.2018 Stellungnahme der BfW-Fraktion zum Bahnhalt in der Au zur Stadtratssitzung am 01.03.2018

13.03.2018 Stellungnahme der BfW-Fraktion zum Bahnhalt in der Au zur Stadtratssitzung am 01.03.2018

von Dr. Claus Reindl, Fraktionsvorsitzender

Zunächst möchte ich vorausschicken, dass wir in unserer letzten Fraktionssitzung am Montag noch einmal eingehend über den Bahnhalt in der Au diskutiert haben und dabei für unsere Fraktion zu einer gemeinsamen Meinung gefunden haben, die von allen mitgetragen werden kann. Dabei haben wir uns bei unserer Abwägung vor allem vom Kosten-Nutzengedanken leiten lassen. Ich möchte auch daran erinnern, dass unsere Fraktion den Bahnhalt in der Au, an einer Nebenbahnlinie, so nahe an unserem eigentlichen Bahnhof, von Anfang an immer kritisch gesehen hat. Nur durch die Option, ihn zwischen die Gleise in den Zwickel hinein zu verlegen und damit das Gewerbegebiet Trifthof anzubinden, haben wir noch einmal begonnen, über die Sinnhaftigkeit nachzudenken.

Grundsätzlich wollen wir, wie sicher auch der gesamte Stadtrat, den ÖPNV fördern, weil wir der Meinung sind, dass eine Verkehrswende weg vom motorisierten Individualverkehr kommen wird und kommen muss. Ein wichtiger Baustein für die künftige individuelle Mobilität wird neben dem Fahrradfahren der ÖPNV sein. Dafür gibt es auch seitens der in Berlin oder München Regierenden immer öfter darauf abzielende Ansatzpunkte und Redebeiträge.

 

Bei genauerer Überlegung ist aber der Bahnhalt in der Au auch am nun diskutierten Standort im Verhältnis zu den damit entstehenden Kosten zu ineffektiv. Für Beschäftigte im Trifthof ist er durch seine absolute Randlage zu unattraktiv, für die meisten liegt der Arbeitsplatz doch zu weit entfernt, wenn man sich die Distanzen einmal genauer ansieht. Außerdem liegt er an einer Nebenbahnlinie, die bei weitem nicht so stark frequentiert wird. Für die Weilheimer Bürger im Südwesten ist der Weg zum „Hauptbahnhof“ so kurz, dass der Einstieg in die Schongauer Linie und ein Umsteigen auf die Werdenfelsbahn zu unattraktiv ist. Um Pendlerströme aus Richtung Süden vor den Toren der Stadt abzufangen und eine Kfz-Verkehrsentlastung zu erhalten, hielten wir einen Bahnhalt an der Werdenfelslinie zum Beispiel in Polling oder auch eine Haltestelle in Wielenbach für Pendler aus dem Norden für wesentlich sinnvoller. Doch diese Zielrichtung ist von der Bahn und vom Innenministerium momentan offensichtlich nicht angedacht.

 

Natürlich wäre eine Anbindung des Trifthofs durch eine Unterführung unter der Garmischer Bahnlinie und eine weiter in Richtung Au sehr reizvoll. Doch wir brauchen uns da nichts vormachen. Auch wenn es dafür Zuschüsse gibt, wird die Stadt Weilheim für die mit dem Bahnhalt verbundene Infrastruktur mit ca. 1,5Mio oder gar 2 Mio dabei sein, wenn evtl. auch eine zweite Unterführung gebaut werden sollte. Und da stellt sich für uns die Frage, ob diese Summe für den doch etwas zweifelhaften Nutzen gerechtfertigt wäre.

 

Wir sind der Meinung, dass diese Gelder für den ÖPNV und auch für Radwegprojekte innerhalb Weilheims wesentlich sinnvoller und effektiver verwendet werden sollten. Diese Investitionen dienen dann auch wirklich ausschließlich den Weilheimer Bürgern.

 

Wir verbinden daher unsere Ablehnung, für den Bahnhalt Au in ein Planfeststellungs-verfahren einzusteigen, gleichzeitig mit einem Antrag, die dafür nicht benötigten Gelder bereits im nächsten Haushalt zweckgebunden für Maßnahmen zum Ausbau des Radwegenetzes und zur Verbesserung des Stadtbussystems einzuplanen.

 

Ich erinnere an dieser Stelle an meinen Antrag für ein Radwegekonzept, wo man sicher im nächsten Jahr Gelder für die Umsetzung priorisierter Projekte einsetzen kann. Und ich erinnere auch an meinen Antrag zum Ausbau unseres Stadtbussystems. Dabei sollen neue Linien gebildet werden, zum Beispiel auch unter Einbindung der Au, der Geistbühlstraße usw. mit vertakteter Anbindung zum Bahnhof. Eine Anbindung der Weilheimer Ortsteile Marnbach-Deutenhausen, Tankenrain, Lichtenau, auch des Trifthofs sollte ebenso ins Auge gefasst werden wie eine Einbindung von Wielenbach oder Polling. Daneben wäre auch noch eine Taktverdichtung für die Nutzer höchst attraktiv und würde sicher zu noch höheren Fahrgastzahlen und im Nebeneffekt einer Verkehrsreduzierung in unserer Stadt beitragen.

 

Für all diese genannten Maßnahmen sehen wir die oben genannte Summe von gut 1,5 Mio sinnvoller und im Sinne einer Verkehrsreduzierung effizienter eingesetzt als für die unverhältnismäßig teure Erschließung eines vermutlich nur schwach genutzten Bahnhaltepunkts.

 

Unserer Meinung nach wird es nach der derzeitigen Stationsoffensive der Bahn im Zuge der in den nächsten Jahren zu erwartenden Verkehrswende in absehbarer Zeit zu neuen Initiativen zur Stärkung des ÖPNV kommen. Vielleicht wird dann ja von den Regierenden und den maßgeblichen Stellen über sinnvollere Haltestellen zum Beispiel wie von mir genannt, in Polling oder Wielenbach, nachgedacht.

Unsere Fraktion wird es also somit ablehnen, den Bahnhalt in der Au weiterzuverfolgen, verbunden aber mit dem vorhin genannten Antrag, mit Hilfe der dadurch eingesparten Kosten den ÖPNV und die Radwege innerhalb Weilheims weiterauszubauen.